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Neuigkeiten zur aktuellen Coronalage

Herdwangen-Schönach, den 30.04.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 

nach einem wochenlangen „Shutdown“ haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der vergangenen Woche entschieden, die verhängten Beschränkungen in Folge der Corona-Pandemie schrittweise zu lockern. In Baden-Württemberg dürfen kleinere Ladengeschäfte bis 800 m² Verkaufsfläche sowie Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen. Cafés und Eisdielen dürfen jetzt, wie zuvor schon Gaststätten, außer Haus verkaufen. Büchereien können unter Auflagen wieder aufmachen. Voraussichtlich ab dem 4. Mai sollen auch Friseure ihre Dienste wieder anbieten können und der Schulbetrieb sukzessive wiederaufgenommen werden.

 

Die Gefahr einer Infektion mit dem Covid 19 – Virus ist deshalb und trotz rückläufiger Infektionszahlen leider aber noch nicht gebannt. Kontaktbeschränkungen, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen sowie Hygienevorschriften gelten weiterhin – und für ALLE.

 

Gerne würde ich Ihnen Sie an dieser Stelle über die allgemein gültigen Vorschriften und Regeln informieren, aber die Situation ist weiterhin so dynamisch, dass das heute Geschriebene morgen schon wieder alt und nicht mehr gültig ist.

 

Bestes Beispiel ist hierbei die Diskussion um eine Maskenpflicht. Vor vier Wochen noch unnötig, vor einer Woche noch eine Empfehlung wurde sie nunmehr zum 27.04.2020 beim Einkaufen und im ÖPNV eingeführt und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes im öffentlichen Raum empfohlen. Aus diesem Grunde informieren wir mittlerweile fast tagesaktuell über die Homepage der Gemeinde (www.herdwangen-schoenach.de, Facebook (Herdwangen-Schönach.de) und instagram (herdwangenschoenach) zur aktuellen Entwicklung zur Corona-Pandemie und die Auswirkungen für die Gemeinde.

 

Wohlwissend, dass der Vorrat an Schutzmasken noch nicht mal für die Beschäftigten der systemrelevanten Pflege- und Gesundheitseinrichtungen ausreicht, sollte daher jeder zu seinem eigenen Schutz eine Maske zur Verfügung haben. Wir empfehlen daher Gesichtsmasken entweder selbst zu nähen oder ersatzweise auch ein Halstuch oder Schal zu verwenden. Selbst wenn der Schutz dieser Ersatzlösungen nicht mit dem einer FFP 2-Maske zu vergleichen ist, so bietet er dennoch einen gewissen Schutz gegen die Tröpfcheninfektion.

 

In den vergangenen Wochen wurde das ganze Leben in unserer Gemeinde auf den Kopf gestellt. Sei es in den Kindergärten und Schulen, für die seit dem 27.04.2020 eine erweiterte Notbetreuung gilt, die insbesondere unsere Kindergarten- und Schulleitungen vor neue Herausforderungen stellt, oder in unserem aktiven Vereinsleben. Generalversammlungen und Veranstaltungen finden nicht mehr statt. Übungsbetriebe und Proben sind seit langem ausgefallen, der Wettkampfbetrieb wurde eingestellt, Jubiläumsfeierlichkeiten können nicht mehr durchgeführt werden.

 

Die sozialen Kontakte sind stark eingeschränkt und viele Familien mit schulpflichtigen Kindern kämpfen sich durch die von den Schulen zur Verfügung gestellten Schulaufgaben. Wahrlich keine einfache Situation, insbesondere, wenn man weiß, dass es die Kinder und Jugendlichen drängt, sich draußen mit Gleichaltrigen zu treffen.

 

Aber auch hier der Appell an diese Altersgruppe. Bleibt vernünftig, bleibt bitte zuhause und haltet Euch an die Verhaltensregeln, die auch für Euch gelten. Ihr wollt als junge Menschen ernst genommen werden, was ich verstehe. Übernehmt aber gerade deshalb auch Verantwortung und nehmt die Verhaltensregeln genauso ernst, wie wir Euch ernst nehmen sollen. Die Polizei hat in den vergangenen Wochen auch in unserer Gemeinde Präsenz gezeigt und wird dies auch in den kommenden Wochen tun. Sollten deshalb größere Gruppen und Versammlungen angetroffen werden, kann dies gleich zu einem schmerzlichen Bußgeld führen und dies ungeachtet vom Alter und im Zweifelsfall halt für die Eltern.

 

Auch für die Seniorinnen und Senioren in unserer Gemeinde, aber auch für die betreuenden Familien stellen die Einschränkungen keine einfache Situation dar. Die gewohnten Familienbesuche werden aus Rücksicht auf eine mögliche Ansteckungsgefahr eingeschränkt, die sonst so selbstverständlichen Angebote des Altenwerks, der Nachbarschaftshilfe und des Seniorenkreises finden nicht mehr statt, der gewohnte Besuch in der Tagesbetreuung oder –pflege und selbst der für viele gewohnte sonntägliche Gottesdienstbesuch ist nicht mehr möglich. Die Tage zuhause werden lang und Gespräche finden nur noch über das Telefon statt. Aber auch sie bitte ich, halten Sie sich bitte an die geltenden Verhaltensregeln. All denjenigen, die im Moment wg. der wegfallenden externen Betreuungsmöglichkeiten ihre Angehörigen zuhause betreuen gilt meine Hochachtung.

 

Ein ganz besonderer Gruß gilt an dieser Stelle den Lautenbachern. Sowohl die Betreuten, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch die Corona-Pandemie alltäglich vor große Herausforderungen gestellt. Die für die Betreuten notwendigen Werkstätten mussten geschlossen werden, Beschäftigungen müssen immer wieder auch auf eine mögliche Ansteckungsgefahr hin hinterfragt werden und trotz allem muss der Betrieb weiterlaufen. Bislang haben sie alles richtig gemacht und erfreulicherweise gibt es noch keine gemeldete Infektion. Hoffen wir alle gemeinsam und drücken die Daumen, dass dies so bleiben wird. Ich bin mir sicher, dass diese Zeilen auch trotz der derzeit räumlichen Entfernung wahrgenommen werden. Mein Appel – nicht nur an die Lautenbacher – haltet durch, denn es ist unvermeidlich und notwendig.

 

Mein besonderer Dank gilt allen, die sich im Beruf oder Ehrenamt, in der Gemeinde, den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Rettungsdiensten in den Fieberzentren, im Landratsamt und ganz speziell dem Gesundheitsamt für die Eindämmung der Corona-Pandemie einsetzen und dabei alles geben.

 

Dank auch all denjenigen Betrieben, die ihren Betrieb trotz Corona mit allen verbundenen Mühen weiter aufrechterhalten und damit Arbeitsplätze und Beschäftigung sichern.

 

Die Einschnitte der vergangenen Wochen zeigen die ersten positiven Wirkungen, worüber wir uns alle freuen, aber der Erfolg ist noch äußerst volatil. Die von der Politik eingeleiteten Lockerungen sind ein erster Schritt und wichtig, um Gesellschaft und Wirtschaft stabil und aufrecht zu erhalten. Genauso richtig und wichtig ist es aber auch, dass wir weiter alle wachsam und achtsam bleiben müssen, weil das Virus eben nicht verschwunden ist. Abstand zu halten, Kontakte zu reduzieren und die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten wird gerade in den nächsten Wochen weiter wichtig sein. 

 

Wenn wir uns alle wie bisher auch an diese Vorgaben halten, werden wir diese Krise meistern können, um dann die Herausforderungen, die die Zeiten nach Corona, bedingt durch Corona, für uns bereithalten, anzunehmen und ebenso zu bewältigen.

 

Bleiben Sie gesund.

 

Es grüßt Sie herzlichst

Ihr

 

Ralph Gerster

Bürgermeister

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Neuigkeiten zur aktuellen Coronalage

 
 

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