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Kulturlandschaftspreis 2018 - Feldkreuzaktion mit dem Sonderpreis Kleindenkmale ausgezeichnet

Herdwangen-Schönach, den 17.07.2018

Eine erfreuliche Pressemeldung des Schwäbischen Heimatbundes und des Sparkassenverbandes ging unlängst bei der Gemeindeverwaltung ein. Die von Vera und Helmut Bussmann ins Leben gerufene Feldkreuzaktion wird mit dem Sonderpreis Kleindenkmale zum Kulturlandschaftspreis 2018 ausgezeichnet.

 

So heißt es in der Pressemitteilung:

„Mehrwert für die Umwelt durch eine nachhaltige Schöpfungskette“ – unter diesem Motto lässt sich das Engagement von Marliese Sitter und Maximilian Kittsteiner aus Waldenburg zusammenfassen. Mit ihrer »Hirtenliebe GbR« erhalten sie in diesem Jahr nicht nur den Kulturlandschaftspreis, sondern sind zugleich auch Träger des Jugendpreises. Sie demonstrieren gemeinsam mit den fünf übrigen Preisträgern, dass die Auseinandersetzung mit den Ressourcen unserer Landschaften und deren Pflege, das Weitergeben von Wissen sowie Einblicke in ökologische Zusammenhänge generationenübergreifende Aufgaben sind. Insgesamt sechs Initiativen erhalten einen der begehrten Preise, außerdem werden drei Sonderpreise für Kleindenkmale vergeben.

 

Mit dem Jugendpreis fördern der Schwäbische Heimatbund und der Sparkassenverband Baden‐Württemberg als Auslober gezielt die Begegnung junger Menschen mit der Kulturlandschaft in Württemberg. „Wer wie Marliese Sitter und Maximilian Kittsteiner seit jungen Jahren Themen, wie Biodiversität und Kreislaufwirtschaft besetzt und dennoch das typische Bild unserer Kulturlandschaften nicht aus dem Auge verliert, oder wer die Bedeutung von Kleindenkmalen in die gesamte Bürgerschaft trägt, prägt eine ganze Region und vermittelt außerdem viel Spaß beim bewussten Umgang mit der Geschichte unserer Heimat“, betont Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes. Die nachhaltige Nutzung und Pflege charakteristischer Kulturlandschaften zeigt sich auch bei den übrigen Preisträgern: Von Hohenlohe bis zur Zollernalb, vom Enztal über den Schönbuch bis an die Fils kümmert man sich auf unterschiedlichste Weise vorbildlich um Lebensräume, Vieh und Wiesen und teilweise auch um die Vermarktung der Produkte. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltpädagogik gehören heute selbstverständlich dazu.

 

Ökologie und Nachhaltigkeit

Landwirtschaftliche Betriebe bilden in diesem Jahr einen Schwerpunkt unter den Preisträgern. Der Betrieb von Familie Fröschle in Bad Wildbad im Oberen Enztal pflegt schwer zugängliches Grünland mit außerordentlichem Einsatz und 450 Schafen sowie 30 Rindern und 20 Ziegen. Ähnlich umfangreich ist der Viehbetrieb von Maximilian Brühl aus Böhmenkirch. Hier werden 40ha naturschutzwichtige Flächen beweidet und zusätzlich Grün‐ und Ackerland bewirtschaftet. Familie Dörner aus Dörzbach beweidet mit Rindern über 30ha Flächen, zumeist FFH‐Mähwiesen und häufig in schwierigen Lagen. Große Anstrengungen schließlich unternimmt seit Jahren der Albverein in Geislingen im Zollernalbkreis, der an der Sommerhalde die Landschaft freihält und dabei wertvollen Lebensraum für Tier und Pflanze schützt. Prägend für viele Landstriche in Württemberg sind die Streuobstbestände, die derzeit eine Renaissance erleben und in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt sind. Hier gehen Nutzung und Naturschutz Hand in Hand. Um hierfür ein breites Bewusstsein zu schaffen, hat der Verein der Streuobst‐Pädagogen e.V. in Weil im Schönbuch das ganzjährige unterrichtsbegleitende Projekt "Die Streuobstwiese – Unser Klassenzimmer im Grünen" begründet. Der Lernort ist selbstverständlich die Streuobstwiese selbst.

 

Jeder der genannten Preisträger erhält ein Preisgeld von 1.500 Euro. Insgesamt beträgt die Preissumme 10.500 Euro, die von der Sparkassenstiftung Umweltschutz zur Verfügung gestellt wird. Überreicht werden die Auszeichnungen im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 24. Oktober 2018 in Geislingen bei Balingen. Ausführliche Informationen zu den aktuellen und allen bisherigen Preisträgern finden sich unter www.kulturlandschaftspreis.de .

 

Sonderpreis Kleindenkmale - Zeitzeugen am Wegesrand

Mit dem Sonderpreis Kleindenkmale – und jeweils 500 Euro Preisgeld – werden zwei Initiativen zum Erhalt und der Erforschung von Feldkreuzen in Billafingen (Bodenseekreis) und Herdwangen‐Schönach (Kreis Sigmaringen) ausgezeichnet.

 

Die Arbeit der Feldkreuzinitative, die von der Bürgerstiftung Herdwangen-Schönach unterstützt wurde, umfasste insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit und Initiativen zum Erhalt der Feldkreuze auf der Markung, Gestaltung von Broschüren, sowie Durchführung von Ausstellungen und Vorträgen. Die Initiative setzt sich seit 2015 intensiv sowohl mit der kulturhistorischen wie auch mit der sakralen Geschichte der Feldkreuze und Bildstöcke ihrer Heimat auseinander. Das gesammelte Wissen wurde in einer umfangreichen Broschüre zusammengetragen. Sie informiert und sensibilisiert auf verschiedenen Wegen die Öffentlichkeit und sammelt Spendengelder für Renovierungsmaßnahmen.

 

Die Gemeinde Herdwangen-Schönach gratuliert allen Beteiligten zum Preis, welcher auch eine hohe Anerkennung der in den vergangenen Jahren geleisteten Arbeit zum Erhalt dieser Kleindenkmale darstellt. Gleichzeitig zeigt es welch bedeutsame Aktionen aus Mitteln der Bürgerstiftung unterstützt werden können.

 
 
 

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