Kapelle Heggelbach

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Die Kapelle St. Georg ist aus der Burg der Ritter von Heggelbach hervorgegangen. Ihre Anfänge gehen zurück bis ins 14. Jahrhundert. Selbst als das Rittergeschlecht seine Stammburg verlassen hatte und die Burg zusehends verfiel, nutzten die Bürger die Kapelle als Stätte des Gebets und der Einkehr. 1717 wurde die Kapelle um einen Altarraum erweitert und 1762 durch den Deutschordens-Baumeister Bagnato renoviert. So präsentiert sie sich heute noch. Der schlichte Kirchenbau besitzt einen harmonischen Innenraum mit einheitlicher barocker Ausstattung. Neben dem aus Liggersdorf stammenden Altar von 1764 mit einer künstlerisch bedeutsamen Kreuzigungsgruppe beeindrucken vor allem die Heiligenfiguren.

 

Um die Totenruhe der Verstorbenen, die auf einem kleinen Friedhof um die Kapelle bestattet waren, nicht zu stören, verzichtete man damals weitgehend auf ein Fundament unter diesem Anbau. Mit den Jahrhunderten verlor die Kapelle an Bedeutung und in den letzten Jahren vor ihrer Instandsetzung im Jahr 1994, war es um sie "totenstill" geworden. Sie schien das gleiche Schicksal zu erleiden wie schon die Burg Jahrhunderte vor ihr. Anfang der 90er Jahre wurde der Dach- und Glockenstuhl erneuert, ebenso die Fenster und die Fassade. In einer aufwendigen Aktion sicherte man das gesamte Fundament mit einem Betongürtel.